Meine Angst vor der Dialyse

„Meine anfängliche Skepsis wich bald angenehmer Freude über die familiäre, freundliche Atmosphäre im Dialysezentrum“

Vor ca. 9 Jahren wurde mir die rechte Niere we­gen eines bösartigen Tumors (Nephrom) ent­fernt. Plötzlich schien auch die linke Niere nicht mehr richtig zu arbeiten. Bei der Ent-lassung aus dem LKH Klagenfurt sagte mir die Diätassisten­tin, dass sie mir nicht mehr viel zu erklären brau­che, da ich sowieso an die Dialyse käme.

Sofort, nachdem ich wieder daheim war, wurde ich im Nieren- bzw. Dialysezentrum im KH Spit­tal/Drau (OA Dr. Lingenhel) vorstellig. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen. OA Dr. Lingenhel und DGKP Edeltraud Dirnberger kümmerten sich immer sehr, sehr liebevoll und freundlich um mich. Nachdem ich „medikamentös“ optimal eingestellt war, begann ich mit dem Schicksal zu hadern.

Ich wollte aufgrund gehörter Unannehmlichkei­ten nicht an die Dialyse. Ich stellte mir eine, wie ich glaube, wirksame Diät zusammen.

Diese bestand aus:
1. Fast kein Eiweiß – 5 dag täglich
2. Viel trinken (vorwiegend Tee) mind. 3 Liter
3. Kaliumreiche Nahrungsmittel meiden
4. Phosphathältige Nahrungsmittel meiden

Eiweiß = Fleisch, Fleischprodukte, Milchproduk­te, Bohnen, Erbsen, Erdnüsse, Linsen und son­stige eiweißhältige Nahrungsmittel.

Eiweiß-, Kalium- und Phosphattabellen wurden mir liebenswürdigerweise von DGKP Edeltraud Dirnberger zur Verfügung gestellt. Im Juli vor 2 Jahren wurde mir vorsorglich der Shunt gesetzt. Mittlerweile wurden es ca. 8 Jah­re nach der Nieren-OP (OA Dr. Lingenhel be­zeichnete mich nur mehr als den “Dialyseverwei­gerer“). Im Oktober vergangenen Jahres ging es dann aber nicht mehr. Ich kam an die Dialyse.

 Dazu möchte ich folgendes sagen:
Im Dialysezentrum im KH Spittal/Drau wurde ich sehr herzlich aufgenommen. Mit viel Kompetenz und Fachwissen wurde mir alles erklärt sowie die betreuenden Schwestern vorgestellt. Meine an­fängliche Skepsis wich bald angenehmer Freu­de über die familiäre, freundliche Atmosphäre im Dialysezentrum. Die betreuenden Ärzte und Schwestern tun wirklich alles, um einem den Auf­enthalt so angenehm wie möglich zu machen. Mein Allgemeinzustand hat sich auch deutlich gebessert.

Bei dieser Gelegenheit mein herzlichstes Dankeschön dem gesamten Dialyse-Team!

Weiters möchte ich über einen hoch interessanten, von DGKP Ilse Zraunig am 19.11.2016 bei einem internationalen Dialysekongress in Kon­stanz abgehaltenen Dialyse-Vortrag berichten. Bei dem von hunderten Zusehern viel beachteten Vortrag durfte ich als Hobby-maler die Bilder für die Videoprojektion mitgestalten. Der Vortrag wurde ein voller Erfolg. Herzliche Gratulation an DGKP Ilse Zraunig!

Herbert Hopfgartner – Dialysepatient

 

 

 

 

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